Im Oktober 2009 sorgte Alexander McQueen in Mode- und Kunstpublikationen für Schlagzeilen, als er in seiner letzten Frühjahrskollektion 2010 mit dem Titel „Plato’s Atlantis“ – kurz vor seinem Tod Anfang 2010 – Armadillo-Schuhe vorstellte. Die groteske Form der 30 Zentimeter hohen, ovalen Absätze, die die menschliche Körperhaltung sowie die Anatomie des Fußes neu definierten und absolute Verwirrung stifteten, aber perfekt zur Marken-DNA passten, wurde im Laufe der Jahre zu einem der größten Markenzeichen McQueens. Populär gemacht wurde das Stück 2009 von Lady Gaga in ihrem Musikvideo zu „Bad Romance“.
Abgesehen davon, dass es McQueens letzte Runway-Show war, war „Plato’s Atlantis“ ein bahnbrechender Moment, was McQueens Schuhwerk betrifft, und zeigte ein paar andere wunderbare Paare wie die Titanic-Stiefel, die ursprünglich auf dem Laufsteg mit einem sogenannten Titanic-Kleid getragen wurden, das auf das berühmte Schiffswrack anspielt, das 1912 sank. Angegriffenes Leder und korrodierte Metallelemente versprühten starke Steampunk-Vibes, der abgenutzte Absatz, der aus vielen Metallkomponenten bestand, spielte darauf an, wie das Schiff Titanic gebaut und zusammengesetzt wurde.
McQueen basierte seine Frühjahrskollektion 2010 auch auf einem weiteren bahnbrechenden Schuhdesign – dem Alien-Schuh, bei dem sich Biologie und Anatomie in ihrer unheimlichsten Form offenbaren und eine wirbelsäulenartige Struktur schaffen, die den Schuh von der Ferse über die Sohle bis zum Zehenbereich umgibt. Inspiriert von H.R. Gigers „Alien“ stechen diese Absätze selbst aus McQueens beeindruckendem Schuhportfolio hervor, dank der unglaublich präzisen Detaillierung und anatomischen Genauigkeit der Struktur.
Geschrieben von Julia Siechowicz
ENTDECKE ALEXANDER MCQUEEN PRODUKTE AUF LOGE